Gugelhupf - Elsässer Spezialität (Info) (Rezept)

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Info
 Von Martina Kast

Rezeptzubereitung:

Im Elsass hat so ziemlich jeder "seinen" Gugelhupfbaecker. Der Hefekuchen wird hier schon fast wie ein Kunstwerk gehandelt, hat doch jeder Bäcker sein Geheimrezept. Zudem ist der Gugelhupf (oder "Kougelhupf") ein Symbol von Freundschaft. Zu allen gesellschaftlichen Ereignissen und Festen wird er gereicht, übrigens auch zu Weinproben. Eigentlich ist er kein Kuchen, auch kein Brot und kein süsses Gebäck. Es ist eben ein Gugelhupf, er sei wie das Elsass, sagen die Elsässer über ihren Lieblingskuchen.

_Gastgeschenk oder Arme-Leute-Kuchen?_

Und so hat alles angefangen - glaubt man den Elsässern: Die Legende besagt, dass die Heiligen Drei Könige auf ihrem Rueckweg von Bethlehem im Elsass Station gemacht haben. Sie wurden dort herzlich empfangen, und zum Dank backten sie ihrem Gastgeber einen Kuchen - die Geburtsstunde des Gugelhupfs. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Gugelhupf deshalb zu einem beliebten Kuchen entwickelt hat, weil nur Zutaten verwendet werden, die die Bauern selbst zur Verfügung hatten. Er ist also eigentlich ein Arme-Leute-Kuchen.

_Gugelhupf-Museum_

Mehr über die Geschichte des Gugelhupfes erfährt man im Museum "Maison du Pain" in Sélestat. Hier sind unter anderem viele alte Backformen zu sehen, die man gut miteinander vergleichen kann, denn die Rillen in den Backformen kennzeichnen die Herkunft des Gugelhupfs - Anzahl und Form stehen für die verschiedenen Regionen im Elsass.

Die klassische Form erinnert an einen arabischen Turban, aber auch an die Sonne. Die Form hat sich seit dem 16. Jahrhundert nicht verändert. Wichtigster Teil der Form ist der sogenannte Kamin in der Mitte, über den die Hitze beim Backen entweichen und auch die Temperatur beim Backen beeinflusst werden kann.

Weitere Informationen:

Musée du Pain (La Maison du Pain d’Alsace)

_Tipps vom Gugelhupfweltmeister_

Rund um diesen Kuchen gibt es grosse Wettbewerbe, sogar Meisterschaften. Jeder Bäcker beansprucht für sich, "das" Rezept

Weltmeisterschaft im Gugelhupfbacken gewonnen. Er verrät, wie man die Spezialität am besten zubereitet: Zunächst muss man einen Kranz aus Mehl formen, hinein kommen dann zunächst Zucker, Salz, Milch, Hefe und Eier. Pierre Zimmermann: "Was hier notwendig ist, ist, dass die Milch nicht zu kalt ist und dass alle Zutaten Raumtemperatur haben, das ist am besten."

Und dann geht es ans Kneten - natürlich mit System: "Hier ist es wichtig, gut Luft dazuzubringen, immer mehr Luft dazu." Heben, drehen, unterfassen und von vorn. "Wenn man schlechtes Mehl hat, dann kann man kneten, und nie wird man fertig. Dann bleibt es immer auf dem Tisch kleben." Erst jetzt kommt die Butter dazu, und das Kneten geht in die zweite Runde. Zum Schluss mischt man nur noch die Rosinen unter.

Rezepte: Süsser Gugelhupf

Herzhafter Gugelhupf mit Speck

 
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