Langer Koriander (Eryngium foetidum L.) (Rezept)

Zutaten für  

Rezeptzubereitung:

Synonyme:

Deutsch : Mexicanischer Koriander

Englisch : Puerto Rican coriander, Black Benny, Long coriander, Saw leaf herb, Mexican coriander

Malaysisch : Ketumbar Java

Spanisch : Culantro, Recao, Racao

Thai : Pak chi farang

Vietnamesisch : Ngo gai

Verwendeter Pflanzenteil: Frische Blätter

Pflanzenfamilie: Apiaceae (Doldenblütengewächse)

Geruch und Geschmack:

Geruch sehr intensiv nach frischen Korianderblättern, Geschmack ähnlich, stark.

Inhaltsstoffe:

Sind mir nicht bekannt. Wahrscheinlich ähnlich wie beim Koriander hauptsächlich längerkettige Aldehyde.

Herkunft: Tropisches Amerika.

Etymologie:

Culantro ist von (mir) unbekannter Herkunft, ist aber möglicherweise nur eine Variante von cilantro (siehe Koriander). Viele Namen spielen auf die ausserordentliche Ähnlichkeit mit dem Aroma von Korianderblättern an: So Thai pak chi farang "fremder Koriander" oder Malaysisch ketumbar Java "Koriander aus Java" (allerdings habe ich die Pflanze dort nie gesehen).

Das englische saw leaf herb "Sägeblattkraut" bezieht sich auf den etwas gezackten Blattrand. Der botanisch Gattungsname geht auf den griechischen Pflanzennamen eer?ggion für einen im Mittelmeergebiet verbreiteten Verwandten des langen Korianders (Stranddistel, Eryngium vulgare) zurück; er ist möglicherweise mit griechisch er "Frühling" (lateinisch ver) verwandt. Der Artname foetidum ist lateinisch und bedeutet "stinkend".

Der lange Koriander gehört in die gleiche Pflanzenfamilie wie Koriander, ist diesem aber aeusserlich nicht besonders ähnlich. Die länglichen, etwas zähen Blätter der Pflanze strömen aber ein so intensives Korianderaroma aus, dass sie sich als Ersatz oder Alternative zu diesem von selbst anbieten.

Die Verwendung des langen Korianders konzentriert sich auf den Fernen Osten und Mittelamerika. In Asien schätzt man den langen Koriander vor allem auf der suedostasiatischen Halbinsel. In Thailand, Malaysia und Singapore wird er gerne zusammen mit oder anstelle von Koriander gebraucht und vor dem Servieren über Suppen, Nudelgerichte und Curries gestreut. Er kann auch für thailändische Currypasten (siehe Chili) verwendet werden, besonders, wenn keine Korianderwurzeln zur Verfügung stehen.

Auch in der vietnamesischen Küche spielt der lange Koriander eine Rolle. Vietnamesen lieben es nämlich, Speisen in Blätter einzuwickeln. Da die Blätter der meisten duftenden Kräter, vor allem des überaus beliebten Korianders, dazu jedoch zu klein sind, bietet sich der lange Koriander dafür geradezu an.

In Mittelamerika wird der lange Koriander vor allem mit dem Kochstil von Puerto Rico assoziiert. Speisen, die in leichter Variation über ganz Mesoamerika verbreitet sind, werden hier sehr häufig mit dem langen Koriander gewürzt. An erster Stelle zu nennen ist hier wohl salsa, eine pikante Sauce aus Tomaten, Knoblauch, Zwiebel, eventuell tropischen Früchten (z.B. Mango) und mehr oder minder grosszügigen Mengen an Chilies. Diese Zutaten werden meist gedünstet oder gekocht (gelegentlich aber auch roh verwendet), püriert und mit gehackten frischen Kräutern (Oregano, Koriander, Jesuitentee und andere) sowie Zitronensaft abgeschmeckt. Salsa wird mit dünnen, knusprig frittierten Maisbroten (tortilla chips) als appetitanregende Vorspeise gegessen.

Eine andere zentralamerikanische Spezialität, die gelegentlich mit langem Koriander gewürzt wird, ist mexicanische ceviche (siehe dazu unter Zitrone.

 
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