Lebensmittelzusatzstoffe X (Schminke fürs Essen) (Rezept)

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 Info über Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Rezeptzubereitung:

"Hässlichkeit verkauft sich schlecht" lautet ein Verkaufsgrundsatz. Kein Wunder, dass auch die Lebensmittelindustrie ihre Produkte "schminkt", um sie im besten Licht erscheinen zu lassen. Wie ein Chemiealmanach liest sich die Liste der erlaubten "Kosmetika": Backtriebmittel, Festigungsmittel, Feuchthaltemittel, Gechmacksverstaerker, Mittel zur Erhaltung der Rieselfähigkeit, modifizierte Stärke, Phosphate, Schaumstabilisatoren, Schmelzsalze, Trägerstoffe, Trennmittel, Truebstabilisatoren und Überzugsmittel.

Auf Backtriebmittel kann völlig verzichten, wer bei Kuchen, Brot und Brötchen zu Natursauerteig und Backhefe greift. Feuchthaltemittel verhindern das Austrocknen von Backwaren und Süsswaren und ermöglichen dadurch lange Haltbarkeitszeiten. Bei frischer Ware sind diese Zusätze überflüssig.

Wer billige und minderwertige Rohstoffe spart oder diese zu stark bearbeitet, muss mit Geschmackseinbussen rechnen. Geschmacksverstärker holen oft das Letzte aus den Zutaten heraus und gaukeln damit Qualitäten vor, die nicht vorhanden sind. Wen's stört, wenn Salz, Zucker oder Kakao mal klumpig werden, der kann zu einem chemischen Mittel zur Erhaltung der Rieselfähigkeit greifen. Diese sind in Reinsubstanz oft hochgiftig (Cyanidverbindungen).

Modifizierte Stärken sind synthetisch hergestellte Stärkeverbindungen, die vom Körper schneller resorbiert werden - dies führt zu einem stärkeren Insulinanstieg. Stattdessen könnte man auch Mehl oder Weizenstärke verwenden.

Phosphate dienen als Säuerungsmittel und Säureregulatoren (z.B. bei Colagetränken), als Antioxidantien bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, Kuchen- und Gebäckmischungen und als Schmelzsalze bei der Schmelzkäseproduktion. Phosphate begünstigen die Entkalkung von Knochen und damit die Osteoporose.

Synthetisch erzeugte Polysorbate und Sorbitanfettsaeureester werden als Schaumstabilisatoren eingesetzt. Sie verbessern die Stabilität von schaumartigen Zubereitungen bei der Herstellung von Backwaren, Füllungen, Saucen und Desserts. Schmelzsalze sorgen beim Schmelzkäse für die gewünschte cremige Struktur. Dabei handelt es sich um die bereits erwähnten Phosphate. Um Farbstoffe oder Vitamine besser zu lösen, zu verteilen oder zu verdünnen, werden spezielle Trägerstoffe eingesetzt.

Trennmittel verhindern das Aneinanderkleben von Süssigkeiten und erleichtern das Herausloesen von Lebensmitteln aus Formen. Statt Silicate, Wachse oder Fettsäure zu verwenden, könnte dies auch mit Butter, Pflanzenöl, Mehl oder oftmals auch nur mit sauber polierten Formen erreicht werden.

Wen es stört, wenn sich Fruchtpartikel in Fruchtgetränken absetzen, der kann natürlich auch zu Drinks greifen, die mit synthetisch hergestellten Trübungsstabilisatoren verbessert wurden.

Überzugsmittel schraenken die Wasserverdunstung ein. Sie verlängern die Haltbarkeit und dienen dem Aromaschutz. Hier werden teilweise natürliche Wachse wie z.B. Bienenwachs eingesetzt.

 
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